FANDOM


Bewertung Anlagevermögen Bearbeiten

Für die Bewertung ist die Zuordnung zum notwendigen bzw. gewillkürten Betriebsvermögen
eine wesentliche Voraussetzung  Eine weitere Abgrenzungbetrifft die Zugehörigkeit zu den Vermögensbereichen

Steuerrechtliche Bewertung    http://www.steuerverein.at/einkommensteuer/

Ausgangspunkt der Bewertung des

 nicht abnutzbaren Anlagevermögens Bearbeiten

sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten  bzw. der Einlagewert.

Der bebaute Grund und Boden ist in der Bilanz getrennt vom Gebäude anzusetzen; zur
Aufteilung siehe Rz 2610 ff.

Wertschwankungen des Grund und Bodens bleiben bei derGewinnermittlung gemäß § 4 Abs. 1 EStG 1988 unberücksichtigt.



Unternehmensrechtliche Bewertung

Unternehmensrechtliche Bewertungsgrundsätze sind im Rahmen der Gewinnermittlung
gemäß § 5 Abs. 1 EStG 1988 anzuwenden, soweit nicht steuerlich zwingende Regeln dem
entgegenstehen. Der unternehmensrechtliche Wertansatz wird damit auch für die steuerlicheGewinnermittlung maßgeblich (siehe Rz 433 f).

Abschreibungen sind zwingend dann vorzunehmen, wenn die Wertminderung voraussichtlich
von Dauer ist (bedingtes Niederstwertprinzip). Ein Abwertungswahlrecht auch ohne
voraussichtlich dauernde Wertminderung besteht nur hinsichtlich der Finanzanlagen. Eine
dauerhafte Wertminderung ist jedenfalls anzunehmen, wenn die Wertminderung bereitslänger als zwölf Monate bestanden hat.

Wertänderungen des Grund und Bodens sind bei der Gewinnermittlung gemäߧ 5 Abs. 1 EStG 1988 zu berücksichtigen.


Abnutzbares Anlagevermögen Bearbeiten

Steuerrechtliche Bewertung

Das Steuerrecht definiert die Zugehörigkeit zum abnutzbaren Anlagevermögen in
§ 7 Abs. 1 EStG 1988 ebenso wie die Bewertung eigenständig. Ausgangspunkt der
Bewertung sind die um die lineare Abschreibung verminderten (fortgeschriebenen)
Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. der fortgeschriebene Einlagewert


Ein Festwert ist zumindest alle fünf Jahre durch eine Bestandsaufnahme zu überprüfen.
Wesentlichen Veränderungen des Festwertes ist durch eine entsprechende Anpassung
Rechnung zu tragen. Ist auf Grund von betrieblichen Entwicklungen auf eine wesentliche
Veränderung des Festwertes zu schließen, ist eine Bestandsaufnahme 

Teilwertabschreibung kommt nicht in Betracht, wenn die Wertminderung nicht erheblich
und dauerhaft ist

Unternehmensrechtliche Bewertung

Auf Grund der eigenständigen Regelung des Steuerrechts über die Zugehörigkeit zum
abnutzbaren Anlagevermögen in § 7 Abs. 1 EStG 1988 ist für die steuerliche
Gewinnermittlung die Maßgeblichkeit des Unternehmensrechts durchbrochen.

Abschreibungen sind zwingend dann vorzunehmen, wenn die Wertminderung voraussichtlichvon Dauer ist (bedingtes Niederstwertprinzip).

Abnutzbarer und nicht abnutzbarer Firmenwert

Der Firmenwert ist jener Wert eines Betriebes, der nicht einzelnen betrieblich eingesetzten
Wirtschaftsgütern zugeordnet werden kann, sondern sich als Mehrwert über den
Substanzwert der einzelnen materiellen und immateriellen Wirtschaftsgüter ergibt
(VwGH 29.1.1974, 1945/73), also durch den Betrieb des Unternehmens im Ganzen vermittelt
wird. Nur der derivativ (von einem Dritten entgeltlich) erworbene Firmenwert ist als
Firmenwert aktivierungsfähig; ein originärer Firmenwert darf nicht aktiviert werden
(VwGH 26.11.1997, 95/13/0003). Steuerlich besteht im Hinblick auf die Eigenschaft als
Wirtschaftsgut Aktivierungspflicht (VwGH 21.3.1983, 82/13/0248; VwGH 5.6.1986,84/13/0062).


IAS Bearbeiten

Immaterielles Anlagevermögen und SachanlagenErworbene immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare oder nutzungsbedingte (Tongruben) Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs werden nicht aktiviert. Bei wesentlichen Werksneubauten sind Fremdkapitalkosten für den Zeitraum der Errichtung aktiviert. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengegenstände (Komponenten-Ansatz).Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde: Produktionsgebäude (inkl. Lagerhallen)   25 Jahre Öfen und Trockner (Vormauerziegel)   10 – 20 Jahre Verwaltungsgebäude   40 – 50 Jahre Sonstige Maschinen   5 – 15 Jahre Wohngebäude   40 – 50 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung   3 – 10 Jahre Öfen und Trockner  (Hintermauerziegel und Dach)  8 – 15 Jahre Sonstiges immaterielles Anlagevermögen   3 – 10 Jahre    Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Reparaturkosten, die die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlängern, werden als laufender Aufwand gebucht. Bei Qualifikation einer Anlage als „zur Veräußerung vorgesehen“ gemäß IFRS 5 wird die laufende Abschreibung ausgesetzt.Werden Sachanlagen stillgelegt, verkauft oder aufgegeben, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst, solange es sich in der Höhe um jährlich wiederkehrende vergleichbare Vorgänge handelt.Die Bilanzwerte zum Akquisitionsstichtag dürfen gemäß IFR 3.62 innerhalb eines Jahres angepasst werden, wenn diese am Bilanzstichtag vorläufig waren. Im Jahr 2005 wurden für die Akquisition von „thebrickbusiness“ die endgültigen Werte und damit der Firmenwert um 3.349 TEUR angepasst.Gemietete Sachanlagen, die aus wirtschaftlicher Betrachtungsweise als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind (Finanzierungsleasing) werden in Übereinstimmung mit IAS 17 (Accounting for Leases) zu den Anschaffungskosten angesetzt, die im Falle des Kaufs angefallen wären. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer, oder wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrags. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind passiviert.Subventionen und Investitionszuschüsse werden passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer des zugeordneten Vermögenswerts verbraucht.Gemäß IAS 36 (Impairment of Assets) werden Vermögenswerte, bei denen Hinweise auf Wertminderungen vorliegen und deren Barwerte (Abzinsung mit WACC 7,5 %) der zukünftigen Einzahlungsüberschüsse unter den Buchwerten liegen, auf den Nutzwert oder einen möglichen Einzelveräußerungs- bzw. Liquidationswert abgeschrieben. In der Wienerberger Gruppe werden dabei in der Regel zusammengefasste Werkseinheiten als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert. Die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse basieren auf internen Planungen, welche detailliert für 2006 und mit geringen Vereinfachungen für die nachfolgenden drei Jahre 2007, 2008 und 2009 erstellt werden. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahresplans berücksichtigt. Für die Jahre 2010 bis 2020 wird der Zahlungsüberschuss des Planjahres 2009 zugrunde gelegt. Die Berechnung des Barwertes der Zahlungsüberschüsse umfasst somit lediglich 15 Berichtsjahre.Wesentlicher Faktor für den Nutzwert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt- und Mengenentwicklungen. Der Nutzwertermittlung liegen deshalb Annahmen, die mit Wirtschaftsforschern in den regionalen Märkten abgestimmt werden, Annahmen von Euroconstruct und Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde. Die Marktwachstumsraten können dabei im kurzfristigen, detailliert geplanten Zeitraum von vier Jahren in einzelnen Jahren zwischen –5 und +5 % liegen; nach den vier Jahren wird meist von durchschnittlichem Marktwachstum von 0 bis +2 % ausgegangen. Bei der Einschätzung der Kostenstrukturen wird dabei in der Regel von den Erfahrungswerten der Vergangenheit in der Wienerberger Gruppe ausgegangen und diese extrapoliert.Bei Entfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden im Sachanlagevermögen entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Firmenwerte, die aufgrund einer Wertminderung einmal abgeschrieben wurden, werden gem. IFRS 3 nicht mehr zugeschrieben.Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.Gemäß IFRS 5.25 ist die planmäßige Abschreibung ansonsten abnutzbarer Anlagen einzustellen, sobald diese Anlagen einzeln oder in Kombination mit anderen als zum Verkauf bestimmt einzuordnen sind. Dies deshalb, weil die zukünftigen Zahlungen primär aus Verkaufserlösen und nicht aus laufender Nutzung stammen. Dies gilt auch dann, wenn die Anlagen weiterhin genutzt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, in diesem Fall " nämlich der geplanten Veräußerung " vom Einzelbewertungsgrundsatz abzugehen und sowohl mehrere Vermögensgegenstände als auch Schulden zu einer "Bewertungseinheit" als "disposal group" zusammenzufassen und gemeinsam zu bewerten. Auch dies gibt dem Bilanzierenden sehr große Möglichkeiten und ist für den Wirtschaftsprüfer äußerst schwer einzuschätzen.


Inventuren Bearbeiten

HW - VorratsbewertungBearbeiten

First In First Out:

Jene Vorräte die zuerst eingekauft wurden, werden auch als erste wieder verkauft.

Last In First Out:

Jene Vorräte die zuletzt eingekauft wurden, werden als erste wieder verkauft.

Highest In First Out:

Jene Vorräte, die am teuersten eingekauft wurden, werden als erste verkauft.


Am Ende der Abrechnungsperiode wird der Durchschnittswert der vorhandenen Vorräte berechnet.


Vor jedem Verkauf wird der Durchschnittswert der vorhandenen Vorräte neu berechnet.


Jedem Vorrat ist genau sein Wert zugeordnet

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki